Ersteindruck: Amercian Horror Story Asylum

Nachdem mich die erste Staffel von Amercian Horror Story mit einer Mischung aus Kopfschmerzen und Verwirrtheit zurückgelassen hat, wollte ich die Serie eigentlich nicht weiterverfolgen. Netflix und der Ermangelung an Alternativen sei Dank habe ich mich dann doch dazu durchgerungen.

Ich gebe zu, dass ein gewisses Maß an Begeisterung nicht ausbleibt. Ich bin jetzt bei der sechsten Episode angekommen und freue mich über den abendlichen Grusel. Die Serie tut wirklich gut daran, dass Setting und alle Charaktere auszutauschen, denn genau diese Änderung führt dazu, dass mich die Serie jetzt anspricht. Zugegeben, Staffel 2 ist öfter „over the top, als Staffel 1, aber damit kann ich gut leben. Es stellt sich die Atmosphäre von Grusel-Groschenromanen und das gibt es aktuell in der Serienlandschaft nicht in dieser Form.

Wer also Spaß an durchgedrehtem Gruselkram hat, hat American Horror Story Staffel 2 vermutlich schon gesehen, alle anderen schauen sich einfach die erste Episode an. Auf dieser Basis kann man bereits sehr fundiert die Entscheidung treffen, ob Setting, Charaktere und nicht zuletzt der visuelle Gore-Faktor dem eigenen Geschmack entsprechen oder nicht.

Einziger Kritikpunkt ist für mich die absolut überflüssige Meta-Handlung, die außer ein wenig Fluff im Rahmen der Exposition nichts zur Handlung beiträgt. Staffel 3 werde ich aufgrund des Themas auslassen und Staffel 4 zumindest probesehen.

Ersteindruck: Better Call Saul

Ich habe mich sehr auf die Auskopplung aus Breaking Bad gefreut und wurde nicht enttäuscht. Look and Feel der Serie sind gut. Die Atmosphäre ist dicht, die Freude über bekannte Gesichter ist groß und der Spannungsbogen wird geschickt entfaltet. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Die größte Schwäche der Serie ist – in den ersten beiden Folgen – der Umstand, dass man im Grunde die ganze Zeit auf Walter und Jesse wartet, die irgendwo im Hintergrund durchs Bild laufen. Ich möchte damit sagen, dass ich Anspielungen gut finde, aber sie nicht wirken, wenn sie den eigentlichen Inhalt in den Schatten stellen. Das befürchte ich bei Better Call Saul auch. Mal sehen, wie es weitergeht.

Ersteindruck: Fringe Staffel 1

Dank Netflix und in Ermangelung ernsthafter Alternativen haben wir damit begonnen, die Mystery-Serie Fringe nachzuholen. Als bekennender Akte X Fanboy fühle ich mich gleich im Universum der Serie wohl. Hat man geschluckt, dass die Macher es mit der Logik nicht sooooo genau genommen haben, bekommt man solide Unterhaltung, mit einer kleinen Portion Blut und Grusel. Der globale Plott rund die Fringe Division ist interessant und verfolgenswert, die Monster-of-the-Week-Episoden hingegen sind manchmal wirklich nicht gelungen. Störend ist die damals noch gültige Konvention von 20+ Episoden pro Staffel. Das leiert die Handlung leider sehr aus und macht die Serie zu einer echten Zeitinvestition. Mystery-Fans, die Fringe ohnehin noch nicht kennen, können zugreifen, alle andere lasse es lieber sein.

Easter Eggs und Anspielungen

Ich stehe drauf. Ganz ehrlich. Gut platzierte Easter Eggs und Anspielungen sind eine ordentliche Belohnung für Spieler, Zuschauer und Leser. Natürlich stellen sie keinen Ersatz für ein ordentliches Konzept dar, aber sie bereichern das Konsumerlebnis auf eine weitere Dimension. Ob es sich dabei um einen Steven King handelt, er sich in „Der Anschlag“ selbst zitiert, einen gewaltigen Käse in „Dragon Age: Inquisition“ oder den Doom-Marine in „Duke Nukem“, spielt für mich keine Rolle.

Es löst in mir als Konument einfach ein positives Gefühl aus. Das reicht dann von „hey, ich hab da was gefunden, weil ich die Welt aufmerksam erforscht habe“ bis zu „ich werde von den Schöpfern dafür belohnt, dass ich andere Teile der Serie oder ingesamt an dem Medium interessiert bin“. Im Laufe der Jahre habe ich festgestellt, dass diese Anspielungen in meiner Wahrnehmung sogar schwerer wiegen, als von Machern konzipierte, magische Momente.

Für mich ist die Suche nach solchen Anspielungen, Referenzen und Easter Eggs eine tragende Säule des modernen Medienkonsums gewordne. Und das seit Chuck, der Pflanze.

Mein Eindruck: A young Doctor’s Notebook

Eine wirklich kleine Serie über einen jungen russischen Arzt (Daniel Redcliff), der in der Mitte von Nirgendwo zum Leiter eines Krankenhauses wird. Der Clou: sein zukünftiges selbst wird sein Mentor.

Die erste und hoffentlich nicht einzige Staffel der Serie beleuchtet die Welt, in der sich der junge Doktor befindet und die Widrigkeiten, mit denen er sich herumplagen muss. Anfangs zumindest in Ansätzen komödiantisch kehrt schnell Ernst ein und man wird zeuge davon, wie ein junger, ambitionierter Geist ins Straucheln gerät. Die Szene, in der sein *Wortspiel* Alter-Ego ihn davor bewahren will, einen Fehler zu begehen, gehört zum Besten seit langem.

 

„Psycho“ (1960) Trailer

Schaut euch den Trailer an:

Jetzt gebt zu, dass es sich dabei um einen genialen Trailer handelt. Warum wird sowas heute nicht mehr gemacht? Trotzdem Hitchcock sehr offen über das spricht, was im Film geschehen ist und es durch seine Formulierungen als Teil seiner Realität deklariert, steigt die Neugier mit jedem Satz, den er von sich gibt. Besonders gefällt mir dabei, was um 2:40 geschieht. Die Art, wie er in die Kamera blickt, löst bei mir so ein „Wo ist das Benzin für die Kettensäge“-Gefühl aus. Super!

Zusatzinformation: Die Serie Bates Motel ist übrigens grober Unfug und nicht zu empfehlen.

 

 

 

Ersteindruck: Modern Family

Da noch immer keine neuen Folgen WD oder GOT verfügbar sind, haben wir uns eine neue Serie gesucht und sind bei Modern Family gelandet. Auch wenn mir ein wenig der scharfe Zynismus von Arrested Development fehlt, ist die Serie für eine Comedy erstaunlich gefühlvoll und ein großer Teil der Gags treffen ins Schwarze.

Was mir aber leider wirklich fehlt, ist die Konsequenz, Umstände, Situationen oder Figuren auch mehrere Episoden später wieder aufzugreifen. Das haben vergleichbare Serien wie HIMYM oder AD deutlich besser gemacht. Was unterm Strich bleibt, ist die niedliche Geschichte dreier sympathischer Familien, die – auch folgenweise – durchaus schaubar ist.

 

Gesamteindruck: Arrested Development

Arrested Development ist eine Commedyserie, auf die ich dank Netflix gestoßen bin. Die absurde Geschichte rund um die Bluth-Familie fesselt vom ersten Augenblick durch intelligenten Witz und herzergreifende Momente. Mehr möchte ich zum Inhalt nicht verlieren, weil die Rahmenbedingungen einen großen Teil des Reizes der Serie für mich ausmachen.

Es gibt vier Staffeln, wobei die letzte meinem Wissen nach als Fan Service nachträglich gedreht wurde. Das merkt man ihr leider auch an. Die ersten drei Staffeln kann ich allerdings uneingeschränkt empfehlen. Genau der richtige Inhalt für einen Netflix-Probemonat oder bis zu den neuen Staffeln von GOT oder WD. Unbedingt reinschauen!