Todeswinter Episode 2

Nur für meine kleine Schwester habe ich eine Fortsetzung meiner Schreibübung geschrieben. Wie immer: garantiert nicht lektoriert oder gar ein zweites Mal gelesen.
Episode 2
Wright kniete sich hin und sammelte die drei Patronenhülsen auf, ließ sie in seiner Tasche verschwinden und warf Phill einen fragenden Blick über die Schulter zu. Dieser zuckte nur mit den Schultern. Jetzt war er es, der melancholisch der Sonne dabei zuschaute, wie sie für die Nacht das Feld räumte.
„Was ist los?“ Wright richtete sich wieder auf und ging auf Phill zu. Die Pistole schob er zurück ins lederne Halfter unter seinem Mantel. Die ledernen Handschuhe, die er aus Angst, sie von dem ganzen Blut beschmutzt werden, in seinen Taschen verstaut hatte, streifte er jetzt über. Seine Hände waren schon taub vor Kälte geworden.
Kopfschütteln. Mehr nicht. Nur Kopfschütteln.
„Ich habe meinen Teil erledigt. Jetzt bist du an der Reihe.“ Seine Stimme klang jetzt wieder laut und deutlich, so als hätten sie sich gerade im Supermarkt getroffen.
„Das habe ich mir anders vorgestellt.“ Phill hingegen klang brüchig, zögernd und mit der Situation nicht im geringsten zufrieden.
Wright verdrehte die Augen, was seinen in Stein gemeißelten Zügen etwas sonderbar menschliches verlieh. „Wir haben doch darüber gesprochen. Es war nur ein Frage der Zeit, bis es zu dieser Situation kommen würde.“
„Ich weiß,“ Phills Schultern hingen herab, als hätte man ihm beide Schlüsselbeine gebrochen. Wright zog in Erwägung, genau das zu tun, wenn er sich nicht langsam an die Arbeit machte. „aber so habe ich es mir nicht vorgestellt.“ Weinte er?
Die beiden Männer standen sich jetzt gegenüber, mehr als einen Kopf größer als Wright versuchte Phill dem Blick des anderen auszuweichen, bis dieser an mit beiden Armen an den Schultern packte. Das flüstern kehrte zurück. Er hasste es.
„Wir tun gutes, Phill! Du weißt, dass es das richtige ist.“
Die Reaktion des großen Mannes war nicht mehr als ein zögerliches Nicken. Kaum wahrnehmbar.
„Wir bekommen das hin. Du musst jetzt nur deinen Job machen.“ Eine kurze Pause. „Immerhin war es deine Idee, die Münze zu werfen.“ Aus der Innentasche seines Mantels zog er eine kleine lederne Rolle. Leise klappernd reichte er ihm das Werkzeugset.
„Sie werden uns nicht kriegen?“ Angst stand ihm Gesicht geschrieben und Wright fragte sich, wie ein Mensch von solch überragender Intelligenz wie Phill überhaupt zu so irrationalen Gedanken fähig war.
„Nein.“ Er reichte ihm noch einen kleinen Beutel. „Tu die Zähne da rein.“

20 MINUTEN ODER WENIGER: EINSTIEG IN EINE GESCHICHTE ÜBER VERLUST

Die Aufgabe

Schreib-Kaffee: in 20 Minuten oder weniger ein den Einstieg in eine Geschichte über Verlust. Schauen wir mal.

Das Ergebnis – nicht in 100 Wörtern, nicht korrigiert und garantiert nicht noch einmal gelesen ;-)

Sein Atem rasselte mit jedem Zug und seine Lungen brannten. Während er pfeifend ausatmete, dachte er kurz darüber nach, dass „brennen“ nicht der richtige Ausdruck war. Es fühlte sich eher an, als würden sie zerreißen, wie das letzte Licht des endenden Tages den ansonsten purpurnen Himmel zerrissen. Golden versprach die Herrlichkeit des Lichts dem Betrachter die ganze Welt. Wright streckte Zeige- und Mittelfinger seiner rechten Hand aus, als wolle er von dem köstlichen Schimmer naschen wie von einem Teig.
Am Horizont zog sich der inzwischen schwarze Wald von einem Ende seines Sichtfelds zum anderen und trennte die immer farblos werdende Welt vom verheißungsvollen Licht. Das Licht. Könnte er es doch nur berühren.
„Werd nicht wieder melancholisch,“ kläffte Phil irgendwo hinter ihm wie ein alter Straßenhund. Wright hob seine linke Hand, ohne sich jedoch umzudrehen und deutete ihm, den Mund zu halten. Das brennende Meer des Sonnenuntergangs beschäftigte ihn, nahm ihn ein und ließ Wright seinen Bezug in dieser, seiner Welt verlieren. Seine Atmung normalisierte sich langsam und das Flimmern vor seinen Augen verschwand. Teilweise.
„Nein! Ich werde nicht still sein. Wir müssen endlich los.“ Die Stiefel seines langjährigen Weggefährten verursachten mit jedem Schritt auf dem gefrorenen, teilweise mit Eis oder Schnee bedeckten Dreck des Wendeplatzes laute Geräusche. „Komm jetzt! Sonst fahre ich alleine.“
Die Dringlichkeit, die seine Stimme durch das markante Zittern ausdrückte, war kaum zu überhören. Es war Phil also ernst. Das konnte Wright nicht leugnen, weshalb er sich wiederwillig vom der sterbenden, schmelzenden Sonne losriss und sich – sehr zu Phils unverhohlenen Erleichterung – endlich umdrehte.
„Du nervst,“ drang seine Stimme leise durch die kalte Luft. Wright zog die ledernen Handschuhe in viel zu umständlichen Bewegungen wieder an und zog dann eine großkalibrige Pistole aus dem Halfter unter seinem Mantel.
„Was ist, wenn uns irgendjemand sieht?“
„Wir haben keine Zeit, uns darüber den Kopf zu zerbrechen.“ Viel lauter wurde die Stimme nicht, was dazu führte, dass Phil, dessen roter Kopf aussagte, dass er am liebsten herumgebrüllt hätte, seine Mütze über die Ohren schob, um seinen Partner besser verstehen zu können.
„Wir haben keine Zeit?“ Die Wut ebbte so schnell in Phil auf, wie die Sonne am Himmel verschwand. „Wer von uns beiden steht denn wie zur Salzsäule erstarrt hier herum und gafft in die ferne, als würde er sein Mdchen dort irgendwo wiederfinden?“
„Halt den Mund.“ Lauter, aber weiterhin flüsternd. Etwas gepresst. Das Geräusch des Hahns der gewaltige Pistole klang in Phils Ohren wie ein Donner. Er blickte an sich hinunter und überprüfte den zur Hälfte gefüllten Reservekanister zwischen seinen Beinen. Er war verschlossen und nicht etwa aus eigener Kraft weggelaufen. Schade eigentlich.
Der erste Schuss krachte durch eine akustische Steppe, deren große Räuber der Wind und das gegen Blech schwappende Benzin im Kanistern waren. Bumm. Das Echos peitschte wütend durch die Felder, die sich in alle Richtungen bis zum schwarzen Gürtel des Waldes erstreckten. Phill konnte das hohle Klappern der Patronenhülse auf dem gefrorenen Untergrund hören.
Bumm. Der zweite Schuss. Einer fehlte noch. Selbst Wright würde vor dem dritten Schuss zögern. Jede halbwegs geistig gesunde Mensch – und dazu wurde Wright von Phill in jedem Fall gezählt – würde zögern.
Bumm. Kein Zögern, nicht einmal für den Bruchteil einer Sekunde.
Das stimmte Phill irgendwie traurig.

 

Digitaler Reisebericht| DayZ Standalone – Weiterhin irgendwo im Wald

*Die Sitzung kann nach ein paar Tagen pause wieder aufgenommen werden*

Das hat mich verändert. Auch wenn der Frust über das virtuelle Ableben groß war, war die Wut noch viel größer und siegte schließlich. Rumlaufen und looten wurde unsere neue Form der Meditation. Bis wir wieder andere Spieler trafen. Zwei. Doch diesmal waren wir weniger naiv. Die Jäger erwachten. Fünfzehn Minuten lang jagten wir die beiden armen neulinge über Wiese, Feld und Straße, bis wir schließlich erst den einen, dann den anderen erlegten.

*Daniel räuspert sich. Es ist ihm unangenehm, darüber zu berichten*

Während Steven lediglich gefallen an der Ausrüstung fand, die wir den Opfern unseres Frustes abnahmen, hatte ich Blut geleckt. Seitdem kann ich nicht mehr anders. Wenn ich mich auf einen Server einlogge, will ich Blut sehen. Aus reiner Böswilligkeit heraus möchte ich den hart erarbeiteten Spielfortschritt der anderen Spieler zunichte machen.

*Daniel weint wieder*

Ich bin ein Monster.

*spricht leiser*

Einmal habe ich mich auf einen überfüllten Friendly-Server geschlichen, weil ich nirgendwo Beute gefunden habe. Dort habe ich …

*er erleidet einen Schwächeanfall und bricht zusammen*

Zurück zur Einfachheit

Schach. Ein einfaches Spiel mit schnell erklärten Regeln. Wahrscheinlich fliegen bereits jetzt Steine aus Richtung derjenigen, die dieses Spiel erheblich besser verstehen, als ich. Vielleicht werde ich dem Spiel nicht gerecht, aber ich finde das, was es so herausfordernd macht, ist der Umstand, dass die Regeln absolut überschaubar sind und sich die Herausforderung aus dem Kontext des Spiels ergibt – und natürlich vom Gegner abhängt. Diesen Gedanken möchte ich nun auf die Schreiberei anwenden. Sicher, ein vielschichtiger Thriller mit dutzenden von Handlungsebenen und einem Finale, dass mir die Schuhe auszieht, ist eine nette Sache, doch es drängt sich mir immer mehr der Verdacht auf, dass die Unterhaltungsautoren unserer Zeit (und dazu zähle ich mich auch) dazu neigen, ihre Werke inhaltlich kaputt zu „komplexen“. Im Podcast zu Weirs „Der Marsianer“ habe ich genau diese überschaubare Einfachheit gelobt, die vielen modernen Schreiberlingen fehlt. Damit eine Geschichte gut ist, muss sie nicht komplex sein. Und: es besteht ein Unterschied zwischen Komplexität und Kompliziertheit. Als ich damals „Aus der Tiefe“ geschrieben habe, hatte ich noch keinen Gedanken an diesen Sachverhalt verschwendet, mir aber dennoch das Ziel gesetzt, mein Werk nicht an „Verkopfung“ erkranken zu lassen. Bei „Totlaender“ erlebe ich inzwischen dieselbe Entwicklung. Mit jedem Tag, den ich weiter über die Welt und die Geschichte nachdenke, wuchert der Projekt unkontrolliert in alle Richtungen. Hier soll noch eine Portion mehr „Epicness“ reingemischt werden, dort soll das ganze noch ein wenig „lost-tiger“ werden. Diese Entwicklung ist nicht gut, gleicht sie doch dem Versuch aus Schach etwas wie Warhammer zu machen. Sicher, beides sind tolle Spiele, aber das Schachbrett habe ich in den letzten Jahren öfter wieder aus dem Schrank gekramt, als den Miniaturenkoffer.

Mein Vorsatz für das nächste Werk, dass ich angehe: ich will die neue alte Einfachheit wieder finden.

Das wird toll!

 

Track des Moments: Golden Gates – STS9

Digitaler Reisebericht| DayZ Standalone – Irgendwo im Wald

Hallo,

mein Name ist Daniel und ich spiele DayZ.

Ja, die Standanlone-Fassung. Auf Steam, genau.

*die Gruppe begrüßt Daniel*

Ich weiß nicht, was geschehen ist. Anfangs war es Neugier basierend auf einigen Let’s Plays von Sarazar und der Berichtersttatung bei dem, was mal Game One war. Ich wollte diese freie Welt auch unbedingt erforschen und verstehen, was den Reiz ausmacht.

Die ersten Runden absolvierte ich mit Steven, wobei das kooperative Multiplayer-Erlebnis dadurch gedämpft wurde, dass man sich auf dem riesigen Abenteuerspielplatz nur schwer finden konnte. Mit Rohren und Äxten bewaffnet schlichen wir durch die Häuser, schalteten Zombies aus und sammelten alles, was uns wertvoll erschien. Das machte tatsächlich eine Menge Spaß und ich konnte überhaupt nicht verstehen, warum sich jeder darüber aufregten, dass dieses Spiel so unmenschlich sein sollte.

Bis wir den ersten anderen Spieler trafen. Und er uns beide umlegte. Uns, die wir nichts hatten, außer einer Taschenlampe und einer vergammelten Kiwi.

Das hat mich verändert.

*Daniel beginnt zu weinen. Die Sitzung muss unterbrochen werden.*

 

 

Gedankenspiel: kreativer Flow

Der Clou ist allerdings, die Steigerung der Anforderung zu simulieren. Flow ist stets zeitlich begrenzt und kann in diesem Kontext nur schwer über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten werden. Sehr wohl – und da soll die Reise letztlich hingehen – kann man jedoch mehrere Flows während eines Projekts provozieren.
Meine persönliche und deshalb keineswegs fundierte Beobachtung ist, dass es begünstigende Faktoren gibt. Ich habe schon gesagt, dass die Dauer eines Flows stets zeitlich begrenzt ist, aber eine ausgeprägte und zu statische Zeitkomponente ein hindernder Faktor ist. „Schreibe in x Stunden y Wörter“ ist zwar ein eindeutig definiertes Ziel, aber kein guter Nährboden, der zu etwas anderem führt, als bestenfalls einem mechanischem Flow im Sinne des fortwährenden produzieren von Text. Natürlich ist das nicht zu verachten, aber nicht das Ziel, was ich erreichen möchte. Ich möchte den Flow auf der kreativen Ebene provozieren und damit die inhaltliche Entwicklung des Projektes vorantreiben. Das entfernen der Kennziffer „Zeit“ stellt also den wichtigsten begünstigen Faktor dar.
In unserem Gedankenspiel kann man das erreichen, indem man zum Beispiel einen Stapel von Fragen auf Karten beantwortet. Diese Fragen steigern sich in ihrer inhaltlichen Komplexität immer weiter, berücksichtigen dabei jedoch das bereits generierte Wissen im gleichen Maß.
Ich lasse außen vor, dass Karten und steigender Schwierigkeitsgrad im Grunde schon wieder ein gamistischer Ansatz sind. Vielleicht gehe ich da irgendwann in der Zukunft näher drauf ein.
Karten scheinen ideal für diesen Vorgang, weil sie gezogen werden können und deshalb eine Zufallskomponente in den kreativen Prozess bringen. Wenn man diese Fragen (oder vielleicht Aufgaben) außerdem verschiedenen Ebenen der Tiefe zuordnet, erhält man eine Form von Fortschritt und Entwicklung des kreativen Prozesses.
Die Herausforderung besteht nun darin, einen solchen Kartensatz zu entwickeln und ausführlich zu testen. Womit wir beim nächsten Projekt wären 😉

WEITERGEDACHT | KAMPAGNENSPIEL FÜR ZOMBICIDE – STAND DER DINGE

Wie das mit guten Projekten so ist, schreiten sie immer weiter voran. So auch Long Term Creep. Momentan kämpfe ich allerdings mit den Regeltexten. Der Mittelweg zwischen Präzision und Eindeutigkeit auf der einen und Lesbarkeit bzw. Leserlichkeit auf der andern Seite ist sehr schmal. Ich glaube, hier hat der Lektor wirklich ein großes Stück Arbeit vor sich. Den Termin Ende Januar haben wir ja leider schon gerissen, aber letztlich scheitert lieber der Plan, als das Projekt insgesamt.
Dafür sind wir mit dem Layout ein gutes Stück weitergekommen, so dass Steven jetzt nur noch auf meine fertigen Texte warten muss. Long Term Creep ist ein typisches Beispiel dafür, wie Terminziele aufgrund eingeschränkter Ressourcen verfehlt werden können. Ich würde ja Besserung geloben, aber … das wäre falsch.
Inzwischen Stelle ich Überlegungen an, die Veröffentlichung so weit nach hinten zu verlagern, dass der Zombicide Season 3 kickstarter ausgeliefert wurde und ich die neuen Spielmechaniken direkt aufnehmen kann. Vermutlich ist das eine gute Idee, die sich hinter eine schlechten Ausrede versteckt 😉
Mal sehen.

Ich als Autor: IPMA an der Hochschule

Zweite Präsenzphase (ich habe berichtet) in meiner IPMA Zertifizierungsrunde. Die anderen Seminarteilnehmer sind ein tolles Volk, die Gruppenarbeiten (von uns liebevoll „Bastelstunde“ genannt) machen Spaß und das Essen in der Mensa ist weiterhin ein schlechter Witz.

Was hat das jetzt mit mir aus Autor zu tun? Wahrscheinlich erst einmal nichts oder zumindest nichts Neues, aber in mir keimt der Gedanke, meine Schreibprojekte besser organisieren zu müssen. So, wie ich jetzt alles in Projekten planen und managen möchte, sogar den Familieneinkauf. Der Dozent macht seine Sache also gut.

Mehr Struktur tut meinen großen und kleinen Eisen im Feuer auf jeden Fall gut. Besonders Totlaender trage ich jetzt fast ein Jahrzehnt mit mir herum und habe – in Summe über jedes Mal, wenn ich den Roman komplett über den Haufen geworfen habe – eine halbe Million Wörter geschrieben. Wahnsinn, bedenkt man, dass ich das wenigste davon verwenden kann.

Der Vorsatz, wenn es wieder an das produktive Schreiben geht, nachdem ich mein Seminar abgeschlossen habe: Projektmanagement betreiben. Bei meinen Romanprojekten spielen Risiken und Stakeholder bestimmt nur eine untergeordnete Rolle, aber eine Projektstrukturplan und eine Wordcount-Ganglinie sind garantiert wertvolle Werkzeuge.

Die Grundlage dafür ist aber ein hohes Maß an Selbstdisziplin.

Und Kaffee.

Ich als Autor: Das perfekte Schreibwochenende

Ein perfektes Schreibwochenende (wie z.B. während des NaNoWriMo) beginnt normalerweise schon in der Nacht von Freitag auf Samstag. Normalerweise dann, wenn ich die restliche Familie sicher ins Bett gebracht und alle Monster aus Kleiderschränken und unter Betten vertrieben habe.

Den Auftakt macht dann eine Runde Dragon Age: Inquisition (also zumindest zur Zeit), sozusagen die eskapistische Fahrkarte. Dann geht es am Wohnzimmertisch bei brennenden Ofen weiter. Dazu gibt es Kaffee. Das Limit sind normalerweise wenigstens 1000 Wörter (beim NaNoWriMo natürlich 1666). Wenn die erreicht sind oder ich tatsächlich schon vorher einen sinnvollen Abschnitt erreicht habe, geht es vielleicht noch einmal zurück in die Welt der Telespiele oder Steven ruft an. Ansonsten einfach ins Bett.

Am Samstags begibt sich die ganze Familie zum Einkaufen und tingelt ein wenig in der Welt herum. Aus Gründen, auf die ich nicht näher eingehen will, darf ich nicht während eines Supermarktbesuchs schreiben. Manchmal – und hier kommt der Passus „perfektes Schreibwochenende“ zum Tragen, gibt es anschließen eine Art Selbstbelohnung bei Key Largo Brunch für die ganze Bande. Während der kleine Krieger dann mit seinem Rubiks Cube beschäftigt ist, meine bessere Hälfte die E-Version einer Tageszeitung studiert, komme ich auch ein wenig zum schreiben. Man hat sich an den sonderbaren Anblick von Familie Nagel allerdings schon gewöhnt dort.

Der restliche Tag steht dann ganz im Zeichen der Familie, was aber auch dringend Notwendig ist, um die Akkus ein wenig aufzufüllen. Entweder lege ich nachmittags noch eine Sitzung ein oder ich entscheide mich für eine Mittagspause. Meistens geschieht auch genau das.

Nach einem Mincraft-Familienausflug kehrt irgendwann wieder die nächtliche Ruhe in das große Haus ein und ich beginne mit der Schreiberei. Übrigens ohne den Kram vom Vortag noch einmal zu lesen. Ehrlich.

Am Sonntag geht traditionell vor 10:00 Uhr nichts, dann aber eine Menge wie z.B. ein ausgedehntes Frühstück. Wenn dann jeder seinem persönlichen Chillprogramm nachgeht, krieche ich ins Arbeitszimmer und tippe ein paar Worte. Nach dem traditionellen sonntäglichen Abendessen im Hause meiner Eltern geht es dann auf die Couch. Jetzt wird Eskapismus großgeschrieben und wir kämpfen die ein oder andere Serie.

Wenn alles schläft, klappe ich das MacBook auf und lege los. Oder rufe Steven an, weil es noch Grafiken und Layouts zu machen gibt, die wir kurz durchsprechen müssen. Eigentlich müsste man aus unserem Sonntags-Jour-Fixe einen Podcast machen.

Dann gehts an den Schreibtisch. Vielleicht 1.000 Wörter, vielleicht 750. Sonntags kommt es da nicht so drauf an.

Und dann geht es zurück in die nächste Woche.

 

Ich als Autor: das nächste Projekt

Ja, ich weiß, Totlaender will eigentlich erst beendet werden und anstatt hier die Lückenlosigkeit meines Blog-Kalenders zu schließen, sollte ich mich eigentlich um die Texte für Long Term Creep kümmern. Vielleicht könnte ich auch das Badezimmer wischen, das Arbeitszimmer aufräumen oder abwaschen, aber auf jeden Fall sollte ich NICHT eine neue Idee haben.

Alle die mich kennen, rollen wahrscheinlich genervt mit den Augen, doch ich sage – um Doc Brown zu zitieren – Pfeif drauf!

Um das mein schreiberisches Gleichgewicht zu halten, sollte ich entweder was ganz anderes machen oder mich endlich wieder dem lovecraft’schen Grusel hingeben. Dann doch lieber Grusel. Ich hab da auch schon wirklich eine gute Idee. Wirklich. Das könnte wirklich spannend werden und hat auch garantiert kaum etwas mit alten Büchern zu tun.

Also: stay tuned!

 

Track des Augenblicks: Darren Korb – Transistor OST